< Heizöl: Und plötzlich ist Hochsaison
28.08.2018 12:59 Alter: 113 days
Von: info@heizoel24.de (HeizOel24)

Heizölpreis: Teuerungswelle erfasst Schweiz und Österreich


Die Öl- und Heizölpreise zeigen sich weiterhin fest. Die Notierungen am Weltmarkt bewegen sich leicht nach oben und im Inland lässt der Teuerungsdruck durch die sprunghaft gestiegenen Nachfrage nur langsam nach. Während die deutschen Heizölpreise bereits in der vergangenen Woche unvermittelt stark anzogen hat der Preisauftrieb in dieser Woche vor allem Österreich und die Schweiz erfasst.

 

Der Verbraucherpreisanstieg beim Heizöl beträgt am Dienstag durchschnittlich 0,3 Cent bzw. Rappen je Liter, wobei es zu größeren regionalen Abweichungen kommt Verbraucher sollten daher neben dem allgemeinen Preistrend unbedingt auch den postleitzahlspezifischen Preis ihres Wohnorts beobachten. Die Nachfrage nach Heizöl ist nach wie vor groß und die Herbstbevorratung ist in vollem Gange. Aufgrund des unmittelbaren Bedarfs infolge leerer Tanks und der latenten Angst vor weiteren Preissteigerungen im Vorfeld der Heizperiode reißt das Kaufinteresse nicht ab und dürfte sogar noch steigen.

 

Weltmarktseitig ist das Stimmungsbild weniger überhitzt als am hiesigen Heizölmarkt. Zwar weisen die Ölpreise auf Dollarbasis deutlich nach oben, die Teuerung wird aber durch Wechselkursmechanismen etwa zur Hälfte abgefedert, ehe sie im Inland ankommt. Die Börsenstimmung hat sich mit dem Abebben des Handelsstreits um die US-amerikanischen Strafzölle generell verbessert, wovon neben dem Aktienmarkt auch die europäischen Währungen profitieren. Diese können gegenüber dem Dollar zulegen.

 

Für den Ölpreis wird im Wochenverlauf wieder vieles von den DOE-Lagerbestandsdaten am Mittwochnachmittag abhängen. Die auch als JMMC oder OPEC+ bezeichnet Interessengesellschaft wichtiger OPEC und Nicht-OPEC-Förderländer ließ gestern verlauten, dass die tatsächliche Ölförderung noch immer unter den im Herbst 2016 vereinbarten Quoten zurückbleibt, die ursprünglich die bestehende Überproduktion zu deckeln sollten. Durch außerplanmäßige Ausfälle, die vorrangig im Iran und in Venezuela zu lokalisieren sind, lagen die Ölexporte der OPEC+ in den letzten Monaten deutlich unter dem Soll. Die Kürzungszielewurden im Mai zu 147 % im Juni zu 120 % und im Juli immerhin noch zu 109 % erfüllt. Das entsprechende Angebotsdefizit auf dem Weltmarkt kann trotz gleichzeitiger Rekordförderung in den USA nur unzureichend ausgeglichen werden. Die Lagerbestände der OECD-Staaten fielen deutlich unter den Fünf-Jahres-Durchschnitt, konnten sich zuletzt aber stabilisieren. - ok

 

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Börsendaten:

    Dienstag 28.08.2018 - 12:59 Uhr   Schluss Vortag 27.08.2018   Veränderung zum Vortag  
  Rohöl
Brent Crude
 
  76,49 $
pro Barrel
 
  76,27 $
pro Barrel
 
  +0,29%    
  Gasöl       683,25 $
pro Tonne
 
  682,50 $
pro Tonne
 
  +0,11%    
  Euro/Dollar       1,1696 $       1,1678 $       +0,15%
(konstant)
 
  USD/CHF       0,9767 CHF       0,9796 CHF       -0,30%
(etwas schwächer)
 
  Deutschland       72,38 €       72,31 €       +0,10%    
  Österreich       81,33 €       81,21 €       +0,15%    
  Schweiz       98,41 CHF       97,01 CHF       +1,44%    

 

4-Wochen-Prognose
Rohöl   leicht steigend  
Heizöl   leicht steigend  

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